
Der Weg zum Gerhard Neumann-Museum
Gerhard
Neumann wurde am 8. Oktober 1917 in Frankfurt an der
Oder geboren. Nach teilweise abenteuerlichen Jahren in Asien wanderte
er 1946 in die Vereinigten Staaten von Amerika aus, wo "Herman
the German" - so der Titel seiner Autobiographie - 1948 Ingenieur
bei General Electric wurde und später zum Leiter der Triebwerkssparte
aufstieg.
Zu seinen größten Leistungen zählt das J79, das
erste Strahltriebwerk, das Mach 2 ermöglichte und sowohl
die F-104 Starfighter als auch die F-4 Phantom antrieb. Er erhielt
8 Patente, unter anderem für "variable Statoren"
und wurde in den USA, Frankreich und Deutschland (Otto-Lilienthal-Medaille)
mehrfach ausgezeichnet.
Gerhard Neumann verschied 1997 im Alter von 80 Jahren.
Der
Metallbauer Josef Voggenreiter ist seit seiner
Kindheit von Flugzeugen fasziniert. Als Flugzeugmechaniker beim
Jagdgeschwader 74 "Mölders" in Neuburg an der Donau
verbrachte er den größten Teil seiner Dienstzeit mit
der F-104. Damals entstand die Grundidee zu dieser faszinierenden
Sammlung.
Das
Zusammentreffen der beiden Männer führte zur Gründung
des privaten Gerhard Neumann-Museums im Jahre 2000. Den Schwerpunkt
der Ausstellung bilden vier Starfighter in mehreren Variationen.
Gegenüber gestellt wird ihnen eine MiG-21 - der ehemalige
"Gegner" in Zeiten des "Kalten Krieges". Neue
Exponate sind beispielsweise der Pre-Prototyp des Eurofighter-Rumpfmittelteils
(deutscher Bauanteil) sowie die Lampyridae, der Pre-Prototyp eines
deutschen "Stealth"-Jagdflugzeuges, das Ende der 80er
Jahre streng geheim von der Firma MBB entwickelt und erprobt wurde.
Ein absolutes Einzelstück!